Treffen mit den Freunden von

Extra Dry Nomads

bei mir in Bergfelde bei Berlin

17. bis 19. Juli 2009

Ankunft im Quartier Birkenhof...

dann gab's Abendessen bei mir auf der Terrasse...

.... am nächsten Morgen dann los Richtung Berlin, alle tanken...

...Ankunft in Wünsdorf bei Zossen, 30 km südlich von Berlin....

...dann gehts los zur Bunker-Besichtigung...

Wünsdorf ist Garnisonsstadt seit über 100 Jahren. Für den 1. Weltkrieg wurden hier Rekruten ausgebildet. In den 30er Jahren hat das Nazi-Regime hier auf einem Areal von über 1.000 Hektar gigantische Anlagen errichtet, unter anderem das Oberkommando der Wehrmacht (OKW), das Oberkommando des Heeres (OKH) sowie einen Truppenübungsplatz zur Panzerausbildung und einen großen Militärflughafen. Von hier startete auch Graf Schenk von Stauffenberg am 20. Juli 1944 mit der Bombe zur Wolfsschanze. Wir besichtigen hier einen kleinen Teil im nördlichen Bereich - die Anlage Maybach I (Sitz des OKH) und den Nachrichtenbunker Zeppelin. Etwa 3 km weiter südlich gab es eine fast baugleiche Anlage Maybach II, die das OKW beherbergte. 1945 übernahm die Rote Armee das Areal und betrieb hier das Oberkommando der Sowjetischen Streitkräfte West bis zum Abzug 1993. Noch bis Ende der 90er Jahre war das gesamte Gebiet Militärische Sperrzone und die Bundesstraße 96 auf etwa 10 km unterbrochen, man musste eine Umleitung durch die Stadt, am Wünsdorfer See entlang, benutzen. Auch heute noch sind weite Teile des Areals Militärisches Sperrgebiet. Einige Teile sind mit organisierten Bustouren zu besichtigen.

In der Anlage Maybach I (die Deutschen Panzer hatten "Maybach"-Motoren - daher der Name) arbeitete das OKH mit allen Abteilungen, u.a. die strategische Planung - hier wurde auch der Plan zum Überfall auf die Sowjetunion erstellt ("Unternehmen Barbarossa"). Leiter des OKH war bis 1942 General (später Fledmarschall) von Brauchitsch, unter ihm arbeiteten hier u.a. zeitweise auch die Generäle von Rundstedt, Rommel und Guderian.

Alle Gebäude von Maybach I waren zur Tarnung wie Wohnhäuser geformt und äußerlich ausgestattet (mit Ziegeldächern, Putz und sogar Blumenkästen an den Fenstern), das Ganze wie eine Art Dorf. Es gab je 2 Stockwerke über und 3 unter der Erde (9 m tief)....

... Alles wurde wegen der Geheimhaltung (man befürchtete ständig feindliche Luftaufklärung) in Handarbeit, ohne schweres Gerät, gebaut. In nur 2 Jahren Bauzeit (1937 - 1939) stampften mehr als 3.000 Arbeiter die Anlage aus dem Boden.

Wände und Decken (1m Stärke) waren aus (hand-)gestampftem Beton gebaut, die Gebäude mit modernster damaliger Technik ausgestattet. Aufgrund Hitlers Gas-Phobie wurde das gesamte Gebäude-System mit Kompressoren unter Überdruck gehalten und mit Schleusen gegen Giftgas-Angriffe gesichert. Auf dem Foto rechts eine Standard- Bunker-Tür der damaligen Zeit - sie hat 750 kg Gewicht...

Nach 1945 versuchte die Sowjet-Armee - vergeblich wie man sieht - die Maybach-Anlagen zu zerstören. Selbst diverse Versuche mit Unmengen Sprengstoff und Bomben konnten keine Komplett-Zerstörung erreichen.

 

Fortsetzung Seite 2